Der August 2010 war ein sehr schlechter Monat für mich. Ich war krank und leider auch viel unterwegs. Somit bin ich insgesamt nur 7 Mal gelaufen und habe etwas mehr als 75 Km zurückgelegt. Was für ein trauriges Ergebnis, aber manchmal ist einfach nicht mehr drin.
Ohne große Worte möchte ich mich hiermit zurückmelden. In den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass mir das Bloggen dann doch irgendwie fehlt. Es ist nicht mal das Schreiben an sich, sondern der Kontakt zu den Bekannten, die ich über diesen Blog kennengelernt habe.
Es ist viel passiert. Ich habe an ersten Wettbewerben teilgenommen und sogar einen ersten Platz in meiner Altersgruppe bei einem 22 Km Lauf belegt. Das Laufen ist ein fester Bestandteil in meinem Alltag geworden, dass ich nicht länger nur betreibe um Gewicht zu verlieren (muss ich schon lange nicht mehr), sondern weil ich es wirklich möchte und brauche.
Zukünftig wird es also wieder mehr von mir zu lesen geben, sowohl hier als auch bei Twitter. Ich habe mir vorgenommen öfter etwas zu schreiben und dafür den Umfang der Beiträge einzuschränken. Außerdem wird es vielleicht auch zum einen oder anderen Thema etwas geben. Was auch immer passiert, alles kann, nichts muss.
Normalerweise laufe ich jeden zweiten Tag. Dies bedeutet jedoch, dass ich nur alle zwei Wochen die Gelegenheit bekomme Sonntags zu Laufen. Ich genieße diese Läufe jedoch sehr und so habe ich mit angewöhnt einfach immer Sonntags Laufen zu gehen. So auch heute.
Das Wetter war mit leichten Regen eher durchschnittlich, jedoch war es mit 8 °C endlich mal wieder ein wenig wärmer. Insgesamt standen am Ende 16,7 Km bei einer Gesamtzeit von 01:25 h auf der Habenseite. Zusätzlich habe ich meine Bestzeit auf 10 Km von 53:30 min auf 51:29 verbessert.
Momentan denke ich über die Fortführung dieses Blogs nach. Viel zu sagen hatte ich eh nie und das, was ich geschrieben habe, wurde vorher schon 100-fach veröffentlicht. Trotzdem möchte ich gewisse Dinge dokumentieren, aber vielleicht reicht hier ein privates Lauftagebuch aus.
Ich liebe Läufe am Sonntag! Das Wetter hat sich in den letzten Tagen sehr zum positiven entwickelt. Der Schnee ist so gut wie weg und die Sonne macht bereits einen sehr frühlingshaften Eindruck. Nur heute, pünktlich zu meinem Sonntagslauf, zeigte sich das Wetter mit Dauerregen und starken Wind wieder von seiner negativen Seite. Das war mir jedoch egal und so machte ich mich um kurz nach 09:00 Uhr auf den Weg. Völlig durchnässt bin ich nach etwas mehr als einer Stunde am Ziel angekommen, wo schon das Frühstück auf mich wartete.
Nach nahezu zweifaulen Wochen konnte ich heute endlich wieder laufen. Die Bedingungen waren mit -14°C nicht unbedingt ideal, aber das kümmerte mich heute morgen wenig.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr ich das Laufen doch vermisse. Wie auch immer, es geht wieder los….hoffentlich demnächst ohne Schnee und Glatteis.
Mit den Fantastischen Vier und Peter Fox im Ohr habe ich heute am RUN4HAITI Spendenlauf teilgenommen. Vorgenommen hatte ich mir 12 Km, die ich dann auch knapp erreicht habe. Zum ersten Mal habe ich das Stadtgebiet verlassen und bin durch drei umliegende Dörfer gelaufen. Insgesamt war es ein toller Lauf, auch wenn die Bedingungen mit leichtem Schneefall und vereisten Gehwegen nicht ideal waren. Außerdem haben sich meine Schnürsenkel öfter gelockert, wie man sehr schön an der GPS Aufzeichnung sehen kann.
Aktuell (31.01.2010 17:45 Uhr) steht der Spendenstand bei 12.032,00 EUR. Es war toll zu sehen, wie sich der Spendenlauf entwickelt hat. Insgesamt sind heute Läufer in 20 Ländern und an 400 Orten weltweit gelaufen. Es gab ca. 30 Treffpunkte in verschiedenen Städten, wo Läufer gemeinsam gelaufen sind.
Meine Bewertung von Nike+ ist zwar nicht sehr positiv ausgefallen, aber die Werbung trifft genau meinen Geschmack und – meiner Meinung nach – den Kern des Laufens.
Ich bin heute zum zweiten Mal im Schnee gelaufen. Im Schnee laufen macht wirklich Spaß, insbesondere die dumpf klingenden Schritte verleihen dem Laufen einen ganz anderen Charakter. Als ich das letzte Mal im Schnee gelaufen bin, war der Lauf toll. Es lag eine leichte Schneedecke und die Sonne hat geschienen, aber es war sehr kalt.
Der heutige Lauf war komplett anders. Bei leichten bis mittleren Schneefall, -7°C Außentemperatur und keiner Sonne bin ich heute morgen gestartet. Als Strecke hatte ich mir eine Runde um den örtlichen See ausgesucht, mit der ich im letzten Jahr die 10 Km erreicht hatte. Zunächst lief alles gut. Als ich den See erreicht hatte fand ich eine nahezu unberührte glatte Schneedecke vor. Die Vorfreude wich jedoch sehr schnell purer Ernüchterung. Zwar war die Schneedecke unberührt, aber dafür stellenweise so tief, dass meine Füße bis zu den Waden versunken sind.
Hätte ich auf meinen Verstand gehört, wäre ich spätestens jetzt umgekehrt.
Ich weiß nicht genau was mich dazu bewegt weiterzulaufen. Vielleicht war es der Motivationsschub vom letzten Lauf, oder irgendeine Form von Abenteuerlust. Zunächst lief alles wie gehabt. Es war zwar sehr anstrengend in dem tiefen Schnee zu laufen, aber durchaus auszuhalten. Nach ca. 20 Minuten habe ich jedoch gemerkt das meine Füße und Unterschenkel durch den Schnee so langsam anfingen zu durchnässen. Weitere 10 Minuten später wurde mir sehr kalt und meine Schritte immer schwerer und langsamer. Zum Glück konnte ich die Strecke über eine anliegende Straße abkürzen, denn das Laufen auf dem Rundweg am See hätte ich vermutlich nicht weiter durchgehalten.
Als ich wieder vor der Haustür stand, war ich wirklich erschrocken wie kräftezehrend der Lauf war. Ich hatte Mühe meine Schuhe auszuziehen und den Schlüssel für das Türschloss in der Hand zu behalten. Jetzt, nach einer heißen Dusche und viel warmen Tee geht es mir aber wieder besser.
Nun darf man den Lauf auch nicht zu dramatisieren, aber ich habe stellenweise wirklich zu kämpfen gehabt. Es war erschreckend, wie schnell meine Leistung abgefallen ist. Für die Zukunft bin ich nun um eine Erfahrung reicher.
Ehrlich gesagt hatte ich vor der 10 Km Grenze ein wenig Angst. Ich hatte die Befürchtung vielleicht die Motivation zu verlieren, eben weil ich die 10 Km erreicht habe. Das Gegenteil ist allerdings Fall. Ich habe jetzt irgendwie das Gefühl “dazu” zu gehören und würde am liebsten sofort wieder los laufen.
Jetzt muss ich aufpassen und darf mich nicht überlasten. In den nächsten Tagen werde ich meine Ziele für die ersten Monate des neuen Jahres konkret formulieren und aufschreiben. Ein wirkliches Problem ist momentan das Laufen vor der Arbeit. Wenn ich die Streckenlänge beibehalten möchte, muss ich zwangsweise noch früher aufstehen. Früher als 5:00 Uhr möchte ich aber ungern aufstehen. Vermutlich muss ich dann irgendwann dazu übergehen und Abends laufen, oder mich damit abfinden das ich Morgens einfach nur maximal eine Stunde laufen kann.