Nachdem ich nun stolzer Besitzer des Garmin Forerunner 305 bin, war ich heute zum ersten Mal mit ihm laufen. Die Einrichtung des Forerunner ist schnell erledigt. Neben der Wahl der korrekten Einheiten, je nach Land, ist auch das Benutzerprofil schnell eingerichtet. Die Menüführung ist schlüssig und schnell zu durchschauen. Am Abend vorher habe ich die Uhr für mehr als drei Stunden geladen, damit – laut Handbuch – die Satelliten schnell gefunden werden. In anderen Erfahrungsberichten hatte ich bereits gelesen, dass man vor dem Lauf die Uhr für mehrere Minuten unter freien Himmel legen soll, damit bereits Satelliten gefunden werden. Ich wohne in einer Mietwohnung und habe diese Möglichkeit leider nicht. In meinem Fall hat aber auch ein das Legen vor ein Fenster ausgereicht.
Die Uhr ist nicht gerade leicht und somit musste ich mich schon ein wenig an das Gewicht gewöhnen – Nach ein paar Minuten war dies aber kein Problem mehr. Die Datenfelder auf dem Display des Forerunner lassen sich in der Anzahl verringern oder erhöhen. Ich habe mich für drei Datenfelder entschieden: Zeit, Pace und Entfernung. Weiterhin wird, etwas kleiner, noch der aktuelle Puls angezeigt. Die Uhr bietet zwei Möglichkeiten der Streckenaufzeichnung: Intelligent, was bedeutet das die Uhr bis zu 7h aufzeichnen kann, und jede Sekunde, was eine Aufzeichnung von 3,5h ermöglicht. Da ich bisher weniger als eine Stunde unterwegs bin, habe ich die Aufzeichnung auf jede Sekunde eingestellt. Zunächst hatte ich ein wenig Sorge, ob ein Pullover oder Jacke über der Uhr den GPS Empfang beeinträchtigt. Diese Sorge ist jedoch unbegründet. Während des gesamten Laufs hatte ich eine Jacke über die Uhr gezogen.
Meine Laufstrecke verläuft an verschiedenen Stellen durch bewaldete Bereiche, die keinen freuen Blick in den Himmel erlauben. Allerdings hat auch hier die Aufzeichnung hervorragend funktioniert.
Leider macht die beigelegte Garmin Software einen sehr schlechten Eindruck, weshalb ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht habe. Für den Mac bin ich auf die Software RubiTrack, sowie Ascent gestoßen. Für Windows habe ich SportTracks gefunden. Ich habe mich für RubiTrack (Kosten 29 EUR) entschieden, da mir hier die Oberfläche am besten gefallen hat. Der Import der gelaufenen Strecke geht denkbar einfach vonstatten – Forerunner per USB verbinden und den Menüpunk “Sync with GPS Device” ausführen. Anschließend stehen verschiedene Diagramme und natürlich die gelaufene Strecke, eingebettet in Google Maps, zur Verfügung.

Auf dem Screenshot sind sehr schön die beiden Pausen zu sehen, die ich heute morgen an einer Ampel und einem Bahnübergang einlegen musste.
Ich kann den Garmin Forerunner 305 uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Aufzeichnungen funktionieren hervorragend und ich freue mich schon auf den nächsten Lauf.