Posted by Kai Gloth | Posted in Lauftagebuch | Posted on 03-01-2010
Tags: Kälte, Laufen, Schmerzen, Schnee, Schuhe, Wetter
Ich bin heute zum zweiten Mal im Schnee gelaufen. Im Schnee laufen macht wirklich Spaß, insbesondere die dumpf klingenden Schritte verleihen dem Laufen einen ganz anderen Charakter. Als ich das letzte Mal im Schnee gelaufen bin, war der Lauf toll. Es lag eine leichte Schneedecke und die Sonne hat geschienen, aber es war sehr kalt.
Der heutige Lauf war komplett anders. Bei leichten bis mittleren Schneefall, -7°C Außentemperatur und keiner Sonne bin ich heute morgen gestartet. Als Strecke hatte ich mir eine Runde um den örtlichen See ausgesucht, mit der ich im letzten Jahr die 10 Km erreicht hatte. Zunächst lief alles gut. Als ich den See erreicht hatte fand ich eine nahezu unberührte glatte Schneedecke vor. Die Vorfreude wich jedoch sehr schnell purer Ernüchterung. Zwar war die Schneedecke unberührt, aber dafür stellenweise so tief, dass meine Füße bis zu den Waden versunken sind.
Hätte ich auf meinen Verstand gehört, wäre ich spätestens jetzt umgekehrt.
Ich weiß nicht genau was mich dazu bewegt weiterzulaufen. Vielleicht war es der Motivationsschub vom letzten Lauf, oder irgendeine Form von Abenteuerlust. Zunächst lief alles wie gehabt. Es war zwar sehr anstrengend in dem tiefen Schnee zu laufen, aber durchaus auszuhalten. Nach ca. 20 Minuten habe ich jedoch gemerkt das meine Füße und Unterschenkel durch den Schnee so langsam anfingen zu durchnässen. Weitere 10 Minuten später wurde mir sehr kalt und meine Schritte immer schwerer und langsamer. Zum Glück konnte ich die Strecke über eine anliegende Straße abkürzen, denn das Laufen auf dem Rundweg am See hätte ich vermutlich nicht weiter durchgehalten.
Als ich wieder vor der Haustür stand, war ich wirklich erschrocken wie kräftezehrend der Lauf war. Ich hatte Mühe meine Schuhe auszuziehen und den Schlüssel für das Türschloss in der Hand zu behalten. Jetzt, nach einer heißen Dusche und viel warmen Tee geht es mir aber wieder besser.
Nun darf man den Lauf auch nicht zu dramatisieren, aber ich habe stellenweise wirklich zu kämpfen gehabt. Es war erschreckend, wie schnell meine Leistung abgefallen ist. Für die Zukunft bin ich nun um eine Erfahrung reicher.
