Posted by Kai Gloth | Posted in Trainingsplan | Posted on 15-07-2009

photo credit: Matt loves kicks
Insbesondere zu Beginn der Laufkarriere ist ein langsamer Einstieg wichtig. Wer im Internet nach Plänen für Einsteiger sucht findet häufig sog. 1,2,3 / 1,2,3 Regeln. Diese Regeln besagen das der Einsteiger 1,2 oder 3 Minuten laufen und alternierend ebenfalls 1,2 oder 3 Minuten gehen soll. Zunächst wollte ich mich ebenfalls an einen solchen Trainingsplan halten, jedoch habe ich mich in letzter Minute dagegen entschieden. Hierfür gibt es mehrere Gründe, die z.T. ganz pragmatisch sind:
Für das Laufen nach Minuten benötigt man einen Zeitmesser – Keine Frage. Ich besitze jedoch keine Uhr oder Pulsmesser, die mir die genaue Zeit anzeigen könnten. Weiterhin sollte die abgelaufene Zeit nicht nur visuell sondern auch akustisch wiedergegeben werden. Ist dies nicht der Fall, verfällt der Läufer sehr schnell in den Tritt ständig auf die Uhr sehen zu müssen.
Ich halte es für besser auf den eigenen Körper zu hören und – besonders zu Beginn – ihn langsam an die ungewohnte Bewegung zu gewöhnen. Halte ich mich jedoch an die 123 Regeln, überlaste ich ihn womöglich. Daher habe ich mich dazu entschlossen so lange zu Laufen, bis ich das Gefühl habe Gehen zu müssen. In diesem Fall sollte man auch wirklich ehrlich zu sich selbst sein.
Für den Einstieg habe ich mir eine Runde durch die Innenstadt vorgenommen, die insgesamt ca. 2,5 km lang ist. Hierbei ist mir die benötigte Zeit zunächst nicht wichtig. Bei den letzten Läufen hat sich herausgestellt das ich auf dieser Strecke zwei Mal gehen muss und dies auch so erst mal in den nächsten Wochen beibehalten möchte. Nach jeder Trainingseinheit mache ich jeweils einen Tag pause. Begonnen habe ich an einem Sonntag, so dass die nächste Trainingseinheit am Dienstag statt gefunden hat. Die “richtige” Uhrzeit zum Laufen gibt es meiner Meinung nach nicht und obliegt den persönlichen Gewohnheiten des Läufers. In meinem Fall laufe ich direkt nach dem Aufstehen, also in der Woche um ca. 06:00 Uhr Morgens und am Wochenende um ca. 07:00 Uhr. Somit steht für mich der Plan für die nächsten vier Wochen.
Nachdem ich mir gestern unter fachmännischer Beratung einen richtigen Laufschuh geleistet habe, konnte ich es heute kaum erwarten diesen zu testen. Die Erwartungen an den Schuh waren hoch, immerhin beherrschten Schmerzen und Enttäuschungen meine letzten Versuche mit dem Laufsport zu beginnen.

photo credit: CW Ye
Heute Morgen um 07:00 Uhr war es also soweit. Das Wetter war in den letzten Tagen sehr warm, so dass man die zu erwartenden warmen Temperaturen bereits spüren könnte. Aber nicht nur wegen den Temperaturen wollte ich direkt morgens starten, sondern auch auf die Gefahr hin, dass ich das Laufen erneut mit Schmerzen abbrechen muss, wollte ich mir so viele Zuschauer wie möglich ersparen. Für die ersten Schritte habe ich mir eine 2,5 Km Strecke quer durch die Stadt ausgesucht. Das Ziel war es, so lange zu laufen bis ich außer Atem bin und dann ein paar Meter zu gehen.
Und was soll ich sagen: Ich bin begeistert! Die Schuhe haben sich mehr als gelohnt. Im Gegensatz zu den letzten Versuchen hatte ich dieses Mal so gut wie überhaupt keine Schmerzen und das Laufgefühl ist einfach unbeschreiblich. Auf der 2,5 Km langen Strecke musste ich zwei Mal normal gehen und natürlich war ich am Ende total kaputt. Nach der warmen Dusche habe ich mich aber wie neu geboren gefühlt. Weiterhin habe ich mich schon lange nicht mehr so auf ein Frühstück gefreut.
Insgesamt war der Start also ein sehr guter und ich freue mich schon auf die nächste Laufeinheit nach einem Tag Ruhepause.
Posted by Kai Gloth | Posted in Ausrüstung | Posted on 10-07-2009
Die Wahl des richtigen Laufschuhs muss zusammen mit einem Fachhändler getroffen werden! Grundsätzlich ist das Laufen oder Joggen ein günstiger Sport. Für die ersten Runden reicht eine einfache Hose und ein T-Shirt. Bei der Wahl des richtigen Laufschuhs sollte jedoch nicht gespart werden. Die Folge sind Schmerzen beim Laufen und eine unverhältnismäßige Belastung der Gelenke.
In meinem Fall äußerten sich die Schmerzen im Schienbein und der Wade und dies bereits nach einer sehr kurzen Distanz. Enttäuscht und demotiviert habe ich mit dem Laufen aufgehört, noch bevor ich richtig begonnen habe.
Für die Beratung in einem Fachgeschäft sollte genügend Zeit mitgebracht werden. Bei mir dauerte die Beratung insgesamt 45 Minuten. Zum Umfang gehörten eine Belastungsmessung der Fußsohle, sowie eine Videoanalyse des Laufstils. Bei der Analyse hat sich herausgestellt das meine Fußgelenke dazu neigen nach innen abzuknicken, was wahrscheinlich auf der Grund für Schmerzen beim Laufen ist. Somit kam für mich nur ein Schuh infrage, der die Gelenke unterstützt. Nach ein paar Anproben – und immer wieder kleinen Laufeinheiten quer durch das Geschäft, natürlich mit viel Kundschaft – fiel die Wahl auf den Brooks Adrenaline GTS 9 in schwarz für 125,00 EUR.

Ob die Wahl die richtige war, stellt sich spätestens in den ersten zwei Wochen raus. Gut, dass das Fachgeschäft, in meinem Fall war es Runners Point in Göttingen, mir eine zwei Wochen-Garantie einräumt. Bekomme ich innerhalb von zwei Wochen Probleme mit dem Schuh, kann ich ihn zurückgeben – Egal in welchem Zustand er sich befindet. Wirklich toll und in meinen Augen ein weiterer Grund, den Schuh nur im richtigen Fachgeschäft zu kaufen. Die Runners Point Geschäfte gibt es im ganzen Bundesgebiet und für das Geschäft in Göttingen kann ich eine absolute Empfehlung aussprechen.
Posted by Kai Gloth | Posted in Allgemein | Posted on 05-07-2009
Ein paar Worte zur Ausgangssituation:
Ich bin 27 Jahre alt, habe am 12.07.2009 96,4 Kg gewogen und bin 1,82m groß. Diese Werte ergeben einen BMI (Body Mass Index) von 29,0. In meinem Alter wäre ein BMI von 20 – 25 normal. Ziel soll somit ein Gewicht von 80 – 75 Kg sein, welches einem BMI von 22,6 bzw. 24,2 entspricht. Somit liegen mindestens 16 Kg zwischen meinem momentanen und meinem idealen Gewicht. Eine große Aufgabe also!
Posted by Kai Gloth | Posted in Allgemein | Posted on 01-07-2009
Seit geraumer Zeit habe ich nun den Entschluss gefasst wieder mehr Sport zu treiben und damit fitter zu werden und Gewicht zu verlieren. In früheren Jahren war ich ausgesprochen sportlich und sehr aktiv. Der Job im Büro, sowie die Vorliebe für ungesundes Essen haben jedoch in den letzten Jahren ihren Tribut gefordert. Nicht nur mein Gewicht bewegte sich zwischenzeitlich im dreistelligen Bereich, sondern auch meine Kondition und körperliches Wohlbefinden verabschiedeten sich.
Dieser Blog soll mir als Tagebuch dienen und meinen Weg zurück in ein sportliches Leben zu dokumentieren.